| zurück |
|
Nicht selten läuft Ihr Windows etwas unrund, ist langsam nach dem Start, oder fährt nicht
korrekt herunter. Auch andere Auffälligkeiten wie ein träges Verhalten des Explorers können
den Spaß mit Windows verderben.
Als Ursache kann sehr viel in Frage kommen und die Fehlerquelle ist nicht immer leicht zu entdecken.
Um dennoch schnell einem möglichen Verursacher auf die Schliche zu kommen, bedarf es nicht unbedingt komplizierter
Eingriffe in das System. Wer nicht gerade nach der Installation einer neuen Software sofort Auffälligkeiten
festgestellt hat und somit diese als Fehlerquelle identifizieren kann, steht dann vor einem Rätsel.
Microsoft hat aber gerade in der XP-Version Hilfen beigelegt, um etwaige Fehler selbst aufspüren zu können.
Nicht alle wichtigen Dinge sind über das Startmenü erreichbar, sondern im System versteckt und bei Unkenntnis natürlich nicht
nutzbar. Eines dieser wertvollen Hilfsmittel das sich im System
versteckt, nennt sich »msconfig« welches in dem Betriebssystem
Windows2000 nicht enthalten ist. Wer sowohl XP als auch Windows2000
besitzt, kann dieses Werkzeug einfach mal in Windows2000 kopieren, es
verrichtet auch dort seine Aufgabe.
Um »msconfig« in XP zu starten ist über das Startmenü der Punkt »Ausführen«
zu wählen und dort msconfig eingeben, dann mit OK bestätigen.
Standardmäßig zeigt das kleine Hilfsmittel den Reiter »Allgemein« an,
der hier größtenteils ausgegraut ist. Ein schwarzer Punkt zeigt an dass
der normale Systemstart eingestellt ist. Aktiviert man den darunter
befindlichen Diagnosestart, werden alle Dienste und automatisch
geladenen Anwendungen deaktiviert. Diese Einstellung entspricht
dem abgesichertem Start mit Netzwerk, der über die Taste F8 beim
Start einzustellen wäre.
Für eine Diagnose hilfreich, aber oft zu radikal denn etwas
gezielter kann der Start von Windows über den Reiter »Dienste«
beeinflusst werden. Diese oft lange Liste an Diensten manuell
zu durchsuchen wäre mühselig.
(Bild1) MS-Dienste ausblenden, aber aktiviert
lassen
Es geht aber sehr viel einfacher nimmt man die angebotene Option »Alle Microsoft-Dienste ausblenden«
am unteren Fensterrand wahr und setzt dort das Häkchen. Auf einen
Schlag sind diese dann zwar noch aktiv, aber sichtbar übrig bleiben nun nur noch die Dienste von Fremdanbietern die wohl eher
als Ursache in Frage kommen. Hat man nun einen Verdacht, ließe sich
gezielt der Fremddienst deaktivieren, oder alle auf einen Schlag
indem man die Schaltfläche »Alle deaktivieren« anklickt, die
vorher ausgeblendeten Dienste werden hierbei nicht angetastet.
Als nächstes ist der Reiter »Systemstart« zu wählen und hier ebenfalls
über die angebotene Schaltfläche alle zu deaktivieren.
(Bild2) Systemstart - alles auf einen Schlag abschalten.
Verhält sich das System nach dem Neustart wieder normal, hat man den Übeltäter erwischt.
Durch schrittweises aktivieren läßt sich nun herausfinden was genau die Ursache ist. Die verursachende Anwendung dann zu deinstallieren
dürfte den Fehler endgültig beheben.
Michael Bormann
|
|
|