GAZ / WZ vom 24.12.2004 Am Anfang war ...

Fortschritt in Siebenmeilenstiefeln

Gut 50 Jahre ist es her, genau am 18. Oktober 1954 wurde das 
erste Transistorradio SR-1 von Texas Instruments vorgestellt.
Der Transistor war der Anfang der Miniaturisierung und Schuld 
an der Miniaturisierung der Unterhaltungselektronik.
Das Fernsehen gab es schon knapp zwei Jahre, mächtige Röhrengeräte
und noch keine Farbe, die kam rund 10 jahre später dazu.
Ob PNP, NPN, Röhre oder Chip ist letztlich egal, Spannung muss sein.
Telefunken legte für Deutschland im Jahr 1957 den Partner auf,
womit auch hier die kleinen batteriebetriebenen Transistorradios
ihre Freunde fanden. Kreischten für unser heutiges empfinden die ersten
Geräte noch auf Mittelwelle, klappte das auch schon bald auf UKW und
die ersten eigenen Tonaufnahmen per Mikrofon klangen schon besser,
wenn die nicht gerade auf einem Tefifon aufgenommen wurden.
Die Schallplatten, schwarze schwere Scheiben mit Rillen (die Älteren unter Ihnen erinnern sich) wurden auch in Gewicht und Größe reduziert, von Schellack auf das Format Single.
Die dazugehörigen Abspielgeräte folgten dem Trend und hatten schon 
eigene Lautsprecher statt eines Trichters, wir erinnern uns gerne daran.
Kassettenrecorder gab es auch schon, häufigen Bandsalat kennen wir noch 
sehr gut. Bandsalat gab es auch im Videorecorder ob Betamax oder VHS 
des öfteren mal.
Ohne uns bewusst zu sein, schreiben wir schon das Jahr 1969, wie schnell die Zeit doch vergeht. Und damit fing die Microprozessortechnik insgeheim an, noch nicht für die Computer die wir heute so auf dem Schreibtisch haben, aber die Welt wurde bunter und kleiner, zumindest die Elektronische. Das sah man an den Fernsehern die schon digitale Anzeigen hatten, eventuell noch als Röhre mit Ziffern. Aber schon bald mit richtigen LED's, Sensortasten und der in Mode gekommenen Bild-in-Bildtechnik. 
Zur Freude der sportbegeisterten Väter wurde kein Tor mehr verpasst, egal ob 
links oben oder rechts unten, das war halt Einstellungssache.
Was dies mit EDV zu tun hat werden Sie sich fragen? 
Nunja, es ging voran mit der Technik, leistungsfähige Taschenrechner die den Namen verdienten gab es von HP und Texas Intruments ab 1973. Kleine Rechner für die Aktentasche sogar schon mit Magnetkartenleser, der TI59 zum Beispiel für technisch /wissenschaftliche Berechnungen neben passendem Drucker für die Ausgabe.
Und dann gab es klammheimlich die CP/M-Computer von Digital Research, die noch nicht als diese wahrgenommen wurden, denn wir schreiben schon 1979. Motorola, Semiconductor, Texas Instruments und Intel waren schon bekannte Namen, die sich mit der Microprozessortechnik in 4, 8 und 16Bit beschäftigten und der erste Computerurahne wurde durch IBM in Form des 8088 (8Bit) Prozessors als IBM-PC XT mit 4,7MHz Taktfrequenz vorgestellt, das war 1982 und auch die Sternstunde Microsoft's.
Da ist aus der Schallplatte klammheimlich eine CD geworden und eine Floppy war nun auch keine Unbekannte mehr. Von nun an drehte sich das Technikkarusell erheblich schneller und bescherte uns viele Neuerungen, Fenster, Abstürze, mehr Speicher und sogar die Möglichkeit CD's einmal selbst zu beschreiben. Eine DVD im Computer lesen konnte man mittlerweile auch schon, aber die mehrmals beschreibbare CD-RW kam erst ein Jahr später. Damals im Jahr 1997  für rund 1100 DM (eine ehemalige Währung) konnte man einen solchen Brenner erwerben.
Heute bekommt man dafür schon einen kompletten Rechner, 300 Mal schneller als der Urcomputer und CD oder DVD brennen kann er auch. Daten produzieren, Musik abspielen, Filme oder Fernsehen auf dem Computer ist zum Standard geworden, Internet und EMail darf nicht fehlen.