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Symantec's Ghost in der Version 10 ist die Weiterentwicklung des bei vielen noch
bekannten DriveImage. Dieses wurde auf die neuen
Anforderungen angepasst und präsentiert sich als Sicherungslösung für Systeme ab Windows2000 sowie XP-Home und Pro.
Direkt nach der Installation startet die Software völlig
selbständig und fordert sofort zur Sicherung des Systemlaufwerkes auf.
Legt sofort nach dem Neustart los.
Den dazu nötigen Speicherbereich zur Ablage des Images sucht sich Ghost selbst,
der aber einfach über das Optionsmenü leicht geändert werden kann.
Während der Sicherung kann problemlos an dem PC weitergearbeitet werden,
eine Behinderung ist in den Standardeinstellungen nicht zu spüren.
Zu Gunsten höherer Sicherungsgeschwindigkeit läßt sich die Systembelastung
per Schieberegler einstellen und gezielt auf Situationen anpassen.
So können neben festen Zeiten auch verschiedene Systemeereignisse genutzt
werden um völlig automatisch eine Sicherung des gerade aktiven Windows zu erstellen, oder nur eigene Datenbereiche.
Die Anzahl der dabei verwendeten Medien unterliegt keinerlei Einschränkungen, alles was von Windows als
Medium bereitgestellt wird, kann von Ghost dafür genutzt werden, Netzwerklaufwerke
eingeschlossen.
Die Optionen sind nicht alle sofort zugänglich - Handbuch lesen ist
angebracht.
Auch Ghost kann anstatt ein Vollständiges Backup einen Satz sogenannter Wiederherstellungspunkte anlegen, die jeweils nur die Veränderungen
zum vorherigen Backup beinhalten. Über die Optionen lassen sich weitere Parameter
festlegen wie den Komprimierungsgrad oder auch Kennwörter mit denen die Sicherung verschlüsselt wird. Eine Beschreibung des Sicherungssatzes kann
ebenso mitgegeben werden wie auch das Ignorieren von defekten Sektoren, sollten
sich welche auf der zu sichernden Festplatte befinden. Die Sicherungsdatei
kann auch in kleinere Stücke aufgeteilt werden, ideal um diese auf CD oder DVD zu archivieren. Irgendwann geht der Platz auf dem Archivierungsmedium, zumeist
die zweite Festplatte zur Neige. Auch hier bietet Ghost Möglichkeiten zur Auslagerung an,
um auf dem vorherigen Medium wieder Platz zu schaffen, ohne solche Sicherungspunkte gänzlich zu löschen
was natürlich auch möglich ist. Arbeiten mehrere Benutzer an dem gleichen PC, so läßt sich
über die in Ghost integrierte einfache Rechteverwaltung die Nutzung von Ghost selber für andere Benutzer
einschränken. Für die gezielte Wiederherstellung von einzelnen Dateien oder dem kompletten System ist
auch gesorgt.
Sollte das System einmal nicht mehr starten, steht dafür eine CD zur Verfügung.
Diese beinhaltet ein Mini-Windows, basierend auf der Windows PE-Version vom Windows Server 2003.
Beim Start des Computers angeschlossene Geräte wie eine USB-Festplatte werden erkannt und Sicherungen von dort
wieder hergestellt. Eventuell fehlende Gerätetreiber lassen sich mittels der Taste F6 beim Start der CD
von der Diskette hinzufügen, so dass auch Raid- oder SCSI-Konfigurationen unterstützt werden.
Für Umsteiger sicher beruhigend zu Wissen, es werden auch ältere Images von Ghost oder Driveimage
erkannt und gelesen.
Auf der CD ist auch ein Virenscanner enthalten, der ohne aktuelle Signaturen
(September
2005) allerdings wenig nützt. Ein online Update ist hier nicht möglich
ohne die Vollversion des AV-Programmes aktualisiert auf der Festplatte
installiert zu haben.
Die Oberfläche des Symantec-Menüs scheint eilig aufgesetzt zu sein,
mit entsprechenden Fehlern.
So wird die Datei Boot.ini leider nur auf »C:« gefunden, eine andere Auswahl des Laufwerkes ist nicht möglich auch wenn ein Dialog dies zu ermöglichen scheint.
Die Supportwerkzeuge auf der CD sollen Platteninformationen auslesen - hier
den »MBR« und auf einem anderen Laufwerk als Datei abspeichern können.
Auch hier ein fehlerhafter Dialog und Abbruch mit einer im Handbuch nicht aufgeführten Fehlermeldung. Darüber hinaus sind die
Werkzeuge der CD unter Dienstprogramme erreichbar nur mit einem kurzen Absatz allgemein erwähnt.
Die übernommenen Werkzeuge von PowerQuest hingegen funktionieren wie gewünscht.
Mit der Notfall-CD lassen sich auch keine Sicherungen anlegen, das bleibt der installierten Ghost-Version
vorbehalten und den Mitbewerberprodukten.
Michael Bormann
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