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Betagtes Betriebssystem umziehen lassen.
Seit dem 31. Dezember 2004 ist der öffentliche Support für Microsoft
Windows NT Server 4.0 ausgelaufen.
Mit dem neuen Jahr geht also die dann 9-jährige Geschichte der
NT4.0 Betriebssysteme die 1996 begann, zu Ende. Die endgültige Einstellung des Supports steht schon seit dem
letzten Jahr fest, nachdem zunächst der Support für die Workstation-Version eingestellt wurde
und Microsoft seinen Kunden geraten hatte auf sicherere Plattformen umzusteigen.
Ein kostenpflichtiges Supportprogramm für Kunden die mit
der Migration auf Win2000 oder Win2003 noch nicht soweit sind,
gibt es noch bis 31. Dezember 2006.
Zusätzlich wird auch der Exchange Server 5.5 in dieses Support-Programm aufgenommen, indem weitere zwei Jahre
gebührenpflichtiger Support angeboten wird, nachdem der Support offiziell Ende 2005 ausläuft.
"Es ist wichtig zu beachten, dass dies keine Verlängerung des Lebenszyklus von Exchange Server 5.5 und
Windows NT Server 4.0 bedeutet, sondern vielmehr Kunden, die zusätzliche Zeit benötigen um Migrationen abzuschließen einen
speziellen Support bietet," so der Sprecher von Microsoft weiter ausführte.
(Quelle internetnews.com)
Es gibt also häufig gute Gründe, das alte Betriebssystem noch am Leben zu erhalten, wenn die Hardware durchhält.
Soweit so gut, Schwierigkeiten bereitet meistens die modernere Hardware, die nicht auf Anhieb
zu dem Dauerbrenner NT4.0 kompatibel ist, oder auch umgekehrt.
Viel hat sich getan in Punkto Hardware, was NT4.0 natürlich nicht mehr beherrscht und erkennen kann.
Erleidet die vorhandene Hardware mal einen Defekt, muss schnellstens Neue angeschafft werden, damit fangen
die Probleme aber häufig erst richtig an. Neue Treiber für das Netzwerk mag man ja eventuell noch finden, aber
NT4.0 läßt sich oft einfach nicht auf einem modernen Motherboard installieren; der gefürchtete BSOD
«Blue Screen of Death» schon bei der Installation lässt grüßen.
Nun sind Sie Besitzer eines neuen Mainboards mit einem 3.0GHz Prozessor der zudem auch HT-Fähig ist, S-ATA und
sonstigen Optionen. Nur NT4 will nicht darauf starten, und das Unternehmen 'Umzug' droht zu scheitern.
Schaut man sich die Optionen im neuen Bios an, haben die meisten Hersteller ihre Hausaufgaben dennoch erledigt,
man muss sie nur nutzen und interpretieren können was nicht immer einfach ist.
Als erste Hürde wird NT4.0 an der längeren CPU-ID scheitern die nicht korrekt interpretiert wird, die gilt es abzuschalten.
Finden wird man dies unter dem Begriff »Extended CPU-ID«, was auf disabled zu setzen ist.
Das reicht meist nicht, denn erweiterte Fähigkeiten der modernen CPU's vom Typ P4 und möglicherweise
Hyperthreading bringen den älteren Kernel
schon bei der Grundinstallation in Schwierigkeiten, BSOD ist wieder die Folge davon.
Die MPS-Revision wenn vorhanden, ist in dem Fall im Bios von 1.4
auf den Wert 1.1 zu setzen, was bei den derzeit am Markt erhältlichen Boards
die HT unterstützen in aller Regel als Option im Bios angeboten wird.
Dies wird dem betagten Betriebssystem zwar helfen, aber noch nicht
gänzlich ausreichen, da es auch die modernen Festplatten IDE (alt)
versus S-ATA (neu) nicht erkennen kann, schlicht streikt und seine Abneigung zu erkennen gibt.
Auch dies kann bei modernen Boards in aller Regel geändert werden indem man im Bios die Option Chipset oder Laufwerkskennung
von »Enhanced« auf »kompatibel« umstellt.
Hat man diese Einstellungen im Bios gefunden und entsprechend umgestellt
steigt die Chance einer erfolgreichen NT4.0 Installation ungemein.
Derartig modernisierte Systeme lassen sich dann auch meist ohne
größere Probleme auf Windows2000 oder besser gleich Windows2003 upgraden.
Vorausschauende Planung beim Einkauf neuer Hardware ist somit
ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Michael Bormann
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