| 24.09.2009 |
Jugendschutz mal anders? |
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Für den europäischen Markt gibt es da nichts vernünftiges, was nicht auch einen unangenehmen Nachgeschmack bei genauerer Betrachtung hätte. Entweder Lobbyarbeit oder zu enge Kontakte zum Bundesinnenministerium kann geargwöhnt werden, sofern derartige Software aus EU oder DE stammt. Hat Vista sogar einen recht passablen Jugendschutz
gleich mit an Board, so gilt dies natürlich auch für Windows 7 wo die
Filtermechanismen recht gut funktionieren - ansehen lohnt sich und ist
schon im Betriebssystem enthalten. Versprochen wird da vieles, was aber nicht zwingend auf
den europäischen Markt zutreffen wird. Angefangen von den zu
blockierenden Begriffen bis hin zu Chatdialogen, die zudem erst nach
Offenlegung eventueller persönlicher Daten an die Eltern gemeldet
werden, etwas zu spät? Außerdem bedeutet das Mitschneiden von Dialogen
auf jeden Fall einen Eingriff in die Persönlichkeit die nur durch einen
nicht erlaubten Keylogger
realisiert werden kann. Ob dieser wirklich bei angeblichen nicht
überwachten Benutzerkonten schweigt und nicht irgendetwas an den
Vertreiber ausposaunt, mag angezweifelt werden. Dass die angesurften Seiten der Sprößlinge dem
Elternteil nicht immer bekannt sind und auch Aufschluss geben, sollte
man nicht mit übertriebenem Datenschutz verwechseln - man hat die
Fürsorgepflicht einmal nachzuschauen was so angeschaut wird und
entsprechend zu handeln. Wie will man Fehlverhalten in sozialen Netzwerken
bewerten, per Software verhindern wenn nicht durch intensive
Unterhaltung mit den Kleinen? Verwirrende Anfragen, obwohl kein Netz vorhanden ist,
gehört bei McAfee dazu. Michael Bormann |
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