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Schaut man sich das Editorial dieses Sonderheftes mal an und wird neugierig, so entdeckt man
komische Aussagen.
Der eher involvierte Benutzer von XP aufgestiegen stolpert schlicht über
folgende Statements:
Die leitende Redakteurin, Ulrike Duhm legt dann mal los!
"Schön dass sich in Sachen Sicherheit was getan hat" - etliche
Beiträge möchten das aber anders sehen.
"Robocopy wäre gleich mit an Board" (stimmt sogar)
"Besitzer von Musik und Filmdateien würden gegängelt", nicht
nachvollziehbar - ein Bespiel hingegen
fehlt.
"Vista hat keinen Virenscanner" hat auch niemand behauptet, dennoch
existiert Defender und XP hat ja auch keinen - die EU hätte Microsoft sicher
verdonnert wäre ein vollwertiger Scanner dabei.
"Vista erlaubt keine FAT32-Partitionen über 32 GB Größe"- schon seit XP
bekannt: was ist da neu?
"Viele Geräte und Programme laufen mit Vista nicht" -eigentlich auch
von XP bekannt und sicher nicht ein Fehler des Betriebssystems. Aber man bekommt
vieles dennoch zum laufen.
"Mit diesem Sonderheft bekommen Sie den Vista-Desktop und die neuen
Funktionen rasch in den Griff, machen Ihr System schneller und schalten alles
ab, was Sie nervt."
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Allein das ausgefeilte Editorial zeugt schon von allumfassender Kenntnis, ob da der Vorgänger XP bekannt ist?
Die beiliegende CD beinhaltet natürlich einen Optimierer der
Sicherheitslücken schließen soll und Spionagefunktionen deaktiviert. Auch
Aufräumen der Registry und nach ungültigen Einträgen suchen - RETRO ist
modern- darf auch nicht fehlen.
Moniert wird auch, Vista bringt kein FDISK zum Partitionieren der Festplatte mit
was natürlich mit einer Beigabe aus dem Hause Linux erledigt werden muss. In
welcher Zeit leben die Autoren eigentlich? Von Drivepart scheint man im Verlag
derzeit noch nichts gehört zu haben - aber meckern? Davon abgesehen kann
während der Installation sehr wohl die Festplatte aufgeteilt / partitioniert
und eingerichtet werden, Vollversion oder SB natürlich muss vorhanden
sein.
Und das in diversen Quellen als "mit äußerster Vorsicht - besser nicht zu
benutzende" Tuning Tool Tweak VI wird hier natürlich angepriesen; es hat
schon öfters Merkwürdigkeiten bis zu völligem Fehlverhalten bewirkt.
Vista abgespeckt installieren fehlt auch nicht, allein das dürfte etliche
überfordern und ein weitestgehendes verkrüppeltes Vista produzieren, die
heutigen Festplatten haben damit kein Problem und eventuell ältere
Hardwareunterstützung wie Drucker sollte man eben nicht ausklammern.
Tippfehler kommen vor und ein Befehl wie "start dev mgmt.msc"
läuft ins Leere wegen dem überflüssigen Leerzeichen. Spannend ist der Tipp
Verknüpfungspfeile zu entfernen und alle Dateiendungen anzeigen zu lassen -
auch URL und .lnk. Der Benutzer wird später merken wie gut oder eher schlecht
der Hinweis war, besonders weil natürlich auch "Eigene Dateien"
explizit ausgeblendet werden müssen. Wäre nicht notwendig würde man sich an die
Vorgabe halten und weniger Rückfragen bescheren.
Die UAC abschalten scheint ein reizvolles Thema zu sein, nur einige Funktionen
in Vista und auch Anwendungen funktionieren dann nicht mehr wie gedacht, oder
sogar gar nicht mehr - den Tipp sollte man sich schenken.
Das Magazin verwechselt offensichtlich Energiesparmodus mit Ruhezustand -
letzterer ist bei den Systemen die mir in die Hände fielen nicht als Standard
eingestellt wie das Magazin behauptet. Ungefiltert ist auch die Behauptung, per
gpedit.msc bestimmte Dinge erledigen zu können - geht nicht bei den Systemen
mit "Home" im Namen weil eben dort nicht implementiert wie schon zu
Zeiten von XP, darauf hingewiesen wird natürlich nicht.
Vista schaltet nicht in den Ruhezustand bei betätigen des Ausschaltbuttons im Startmenü sondern fährt in die Energiesparoption - scheint der Redaktion nicht bekannt zu sein dieser kleine Unterschied?

Kann aber in den Energieoptionen geändert werden.
Der Rest ist eigentlich ein Aufwärmthema von XP und keineswegs spezifisch
für Vista - aber es muss ja was geschrieben werden, egal wie sinnvoll und schon
für XP bestens beschrieben - es geht immer noch so zum Teil wenigstens.
Das Heft kann man sich eigentlich bis auf das "Vlite" schenken was auch im Internet kostenlos bezogen werden kann.
©2002 bis Heute - Michael Bormann